Einen Baum umarmen


Kontakt zu Bäumen aufnehmen

Übersicht
Kontakt mit einem Baum aufnehmen
Zum Baum werden
Heilung und Trost
Kraft und Energie
Reiki mit Bäumen
Eine beliebige Meditation


Einige Hinweise

Für die Entscheidung, mit welchem Baum du zusammenarbeiten willst, kannst du dich nach deinen persönlichen Vorlieben richten. Bäume, die du magst und von denen du dich angezogen fühlst werden meistens am besten für dich geeignet sein. Außerdem haben die Bäume ganz unterschiedliche Qualitäten, die dich je nach Bedarf besser oder weniger gut unterstützen können. Eine Beschreibung der Bäume findest du auf der Seite zur Mythologie, Energie und Heilwirkung der Bäume.

Eine schöne Praxis ist es, dem Baum ein kleines Geschenk mitzubringen und am Ende irgendwo in seiner Nähe abzulegen. Steine mögen sie besonders, oft kannst du wenn du aufmerksam bist auf deinem Weg zu ihnen unterwegs einen passenden Stein finden – vielleicht auch eine Feder, ein Holzstück (keinem anderen Baum ohne zu fragen entreißen!), oder irgendein anderer natürlicher Gegenstand.

Du kannst dir auch ein kleines Stück von deinem Baum mitnehmen, wenn du ihn fragst – ein Blatt oder einen Zweig zum Beispiel. Dieses kleine Teil kann dir helfen, auch von zu Hause und aus der Ferne Kontakt zu dem Baum herzustellen. Aber bitte, nicht vergessen, den Baum zu fragen ob er einverstanden ist!


Kontakt mit einem Baum aufnehmen

Begrüße den Baum auf deine Weise
Beginne den Baum und seine Umgebung mit all deinen Sinne wahrzunehmen.
Wie sieht er aus? Wie sieht seine Krone aus, sein Stamm, seine Rinde, sein Stammfuß/Wurzelanläufe?
Wie sieht die Umgebung aus? Welche Bäum, welche Pflanzen wachsen sonst noch dort? Wie sieht der Boden direkt unter seinem Kronenbereich aus? Moos? Laub? Pflanzen?
Wie ist seine Rinde beschaffen? Ist sie glatt oder rau, regelmäßig oder unregelmäßig? Gibt es Verletzungen?
Was hörst du?
Was riechst du?
Wie fühlt sich der Boden unter deinen Füßen an?
Wie fühlst du dich?

Suche dir einen Platz in seiner Nähe
Gibt es einen Platz, der besonders zum Verweilen einlädt?
Direkt am Stamm, oder etwas weiter entfernt? Setze oderstelle dich dorthin, so wie es dir gefällt, dir bequem ist.

Fahre damit fort, von hier aus deine Sinne zu erleben. Was nimmst du wahr?
Sehen ...
Hören ... Vögel? Wind? Geräusche von Menschen, Tieren, Maschinen?
Kannst du etwas hören, wenn du deine Ohren auf den Stamm legst, auf den Boden legst?
Riechen ...
Die Luft, der Stamm, seine Blätter, der Boden – hast du schon daran gedacht mit den Händen etwas Laub, etwas Erde in die Hand zu nehmen und daran zu riechen?
Fühlen ...
Was kannst du ertasten? Rinde, Laub, Zweige, Früchte, Pflanzen usw.
Wie fühlt sich dein Körper an? Deine Füße, deine Unterschenkel, Knie, Oberschenkel, Gesäß, Rücken, Hände, Arme, Nacken, Kopf, Gesicht, Bauch, Brust, Hals. Kannst du spüren, wo dein Körper den Boden berührt, die Sitzfläche, den Baum, sich selbst, die Kleidung?
Wie geht dein Atem? Wo kannst du deinen Atem wahrnehmen?
Kannst du deinen Puls spüren? Wo spürst du ihn?
Wenn du deine Hände auf den Stamm legst, was fühlst du dann? Ist die Rinde eher kalt oder eher warm? Glatt oder rau? Nimmst du ein leichtes oder vielleicht auch ein starkes Kribbeln in den Fingern oder in der Handfläche wahr? Vielleicht ganz andere Sensationen?

Welche Gefühle hast du gerade? Bist du fröhlich, traurig, ruhig, aufgeregt, wütend, eifersüchtig, erregt, schläfrig, neidisch, unwillig, enttäuscht, genervt, liebevoll, besorgt, deprimiert, lustig?

Kannst du wahrnehmen, auf welche Weise deine Sinne sich gegenseitig beeinflussen, wenn du dir ihrer bewusst wirst? Wie beeinflusst Eins das Andere?

Verweile so lange wie du magst bei deinem Baum.
Wenn du willst, kannst du eine beliebige Meditation machen, oder eine der folgenden Übungen, oder du verweilst einfach ohne irgendetwas zu tun, bis du dich von dem Baum verabschiedest.


Zu einem Baum werden

Wähle dir einen bequemen passenden Platz. Hast du schon einmal einen Baum umarmt? Vielleicht ist das für dich die beste Art, mit deinem Baum zu verschmelzen; vielleicht möchtest du auch lieber zu seinen Füßen sitzen.
Falls du es nicht bereits durch die Übung „Kontakt mit einem Baum“ getan hast (siehe gegebenenfalls dort), beginne dich auf den Baum einzustimmen, indem du ihn siehst, hörst, fühlst, riechst.
Du kannst dann beginnen, dir Wurzeln wachsen zu lassen. Durch deine Füße, hinab in die Erde, tief hinab und wie sie sich verzweigen, verankern, dir Stabilität geben. Falls du sitzt, lass sie durch dein Gesäß, das Steißbein, in den Boden sich zu mächtigen Wurzeln auswachsen; deine Beine, mit dem Boden verschmelzen.
Dein Oberkörper wird zum Stamm des Baumes, falls du stehst auch deine Beine. Was für ein Baum wirst du? Ist es ein schlanker Stamm? Ein dicker, mächtiger Stamm?
Deine Arme, dein Kopf, vielleicht ein Teil deines Oberkörpers entwickeln sich zur Krone des Baumes ... Mit Ästen und Zweigen, Blätter oder Nadeln ... Oder ist es ein kahler Baum in Winter?
Du kannst dir vorstellen, wie du das Wasser mit all seinen Nährstoffen mit deinen Wurzeln aufnimmst und in die Krone transportierst, bis in die äußersten Spitzen ... ein stetiger Fluss des Lebens ...

Du fühlst den Wind in deiner Krone, die sanft bewegt wird ... oder auch schwungvoll vom Sturm geschüttelt ... Die Sonnenstrahlen auf Blättern oder Nadeln ... Kannst du wahrnehmen, wie du die Energie der Sonne aufnimmst, sie mit dem Strom aus deinen Wurzeln in lebensnotwendige Stoffe transformierst; durch all deine Zweige, Äste, den Stamm leitest, dorthin, wo sie gebraucht werden ... ein endloser Strom, ein endloses Strömen von der Krone zu den Wurzeln, von den Wurzeln zur Krone ... Und wie du einen Teil deiner Energie abgibst an die Welt ... ein harmonischer Tausch zwischen außen und innen ... kreatives Wachsen und Gedeihen ...
Bleibe eine Zeitlang bei diesem Geschehen ... was du fühlst als Baum, was du siehst als Baum, was geschieht mit dir und deiner Umgebung als Baum ... was du hörst als Baum ... Du kannst ganz deinem Erleben folgen ... und vielleicht bist du selbst erstaunt, mit welcher Kreativität dein Unterbewusstsein dieses Erleben für dich entstehen lässt ...

Dann kehre in deiner eigenen Zeit zurück in deinen eigenen Körper in deine eigene Existenz, wissend, dass du all die kleinen und großen Dinge, die du soeben erfahren hast, mit dir nehmen kannst ... all das Lernen daraus dir jederzeit zur Verfügung steht, wenn es für dich wichtig und angemessen ist ... und du brauchst weiter nicht einmal etwas dafür tun ... das es geschieht ...
Verabschiede dich von dem Baum und danke ihm für seine Hilfe und seine Bereitschaft, dich an seinem Leben teilhaben zu lassen.

Du kannst diese Übung auch als Meditation zu Hause, ohne direkten Kontakt zu einem Baum machen.


Heilung und Trost von einem Baum bekommen

(Für diese Übung sind am ehesten die „lunaren“ Bäume geeignet (vgl. Bäume). Zum Beispiel Buche, Linde, Eibe)

Du kannst mit dem Baum, wie oben beschrieben, Kontakt aufnehmen. Vielleicht merkst du bereits, wie wohltuend das sein kann. Allein diesen Kontakt aufzunehmen, kann dir viel geben.

Sitze oder stehe nahe am Stamm des Baumes an einem geeigneten Platz. Öffne dem Baum dein Herz. Bitte ihn, dich bei der Lösung deines Themas zu unterstützen. Erzähle ihm von deinen Schwierigkeiten und von dem was dich bedrückt. Erzähle so viel, wie du magst. Du brauchst nicht laut zu sprechen, du kannst es ihm innerlich erzählen. Bitte ihn, alle krankmachenden Energien von dir zu nehmen und stimme dich auf seine Energie ein. Nachdem du ihm deine Geschichte vorgetragen hast, verweile noch ein wenig in Stille. Du kannst bei dieser Übung auch deine beiden Hände auf den Stamm legen, oder sie, wenn du dies spüren kannst, in den Ätherkörper des Baumes halten.
Nach einer für dich angemessenen Zeit verabschiedest du dich von dem Baum und bedankst dich bei ihm für seine Hilfe. Du wirst dich wahrscheinlich schon viel besser fühlen als vorher. Sei darauf gefasst, dass sich in den nächsten Stunden oder Tagen plötzlich Lösungen und neue Gedanken für dich offenbaren. Das kann sehr versteckt oder manchmal auch ganz deutlich ersichtlich geschehen.


Kraft und Energie von einem Baum bekommen

(Für diese Übung sind die „solaren“ Bäume am besten geeignet (vgl. Bäume). Zum Beispiel Eiche, Kiefer)

Auch hier beginnst du wie oben beschrieben mit der Kontaktaufnahme mit dem Baum. Bitte den Baum, dich mit seiner Sonnenenergie zu unterstützen und dich mit all der Energie aufzuladen, die du brauchst. Die beste Stellung ist die, mit dem Rücken an den Baum gelehnt, so dass die Wirbelsäule auf einer möglichst langen Strecke Kontakt mit dem Baumstamm hat.

Verweile so eine Zeitlang in der Energie des Baumes und nimm seine Kräfte auf.

Wenn du möchtest, kannst du dich unterstützen, indem du die Energieaufnahme auf deine Weise „visualisierst“. Das müssen nicht unbedingt Bilder sein. Jeder Mensch hat seinen eigenen Zugang. Vielleicht fällt es dir leichter zu fühlen – dann fühle! Vielleicht ist dein Zugang das Hören – dann höre!

Oder du bist einfach nur aufmerksam für alles, was mit dir geschieht.

Es mag auch sein, dass du so erschöpft bist, dass du einfach in der Aura des Baumes verweilen und deinen eigenen Gedanken nachgehen möchtest.

Auch diese Übung schließt du ab, indem du dich bedankst und verabschiedest.


Reiki mit einem Baum austauschen

Ein gegenseitiger Energieaustausch

Eine herrliche Arbeit mit Bäumen ist der Austausch von Reiki. Wie auch andere Lebewesen mögen Bäume Reiki sehr! Du kannst deine Hände an seinen Stamm legen und ihm Reiki geben. Wenn du den 2. oder 3. Reiki-Grad hast, fügst du die passenden Symbole hinzu. Für mich reagieren Bäume sehr stark auf eine solche Behandlung und ich habe immer das Gefühl, dass es ein echter Austausch ist, sofern der Baum nicht schwer krank ist. Alle Möglichkeiten der Arbeit mit Reiki kannst du auch an Bäumen und Wäldern ausprobieren – eine spannende Sache!


Eine beliebige Meditation mit einem Baum

Du kannst fast jede beliebige Meditation auch im Wald und an Bäumen durchführen. Ich mag die stille Zen-Meditation (Zazen) besonders – ohne jedes Ziel, ohne besondere Technik, einfach nur Sitzen in Stille und wahrnehmen.
Beispiele für einige Meditationen findest du auf der Seite Meditationen.